[vc_row content_placement=“top“][vc_column][vc_column_text]Die Zeit der eiszeitlichen Jägerkünstler ist das Diluvium – 20.000 Jahre v. Chr. , dieser Zeitraum entspricht rund 800 Generationen! Die Kunst der Eiszeit erstreckt sich über das ganze damals eisfreie Europa bis hinauf nach Asien.

Durch die eiszeitliche Vergletscherung kam es zu einer Vermischung der arktischen und alpinen Tierwelt. Von Süden kamen Steinbock, Gemse, Murmeltier, von Norden Rentier, Moschusochse, Eisfuchs, Vielfrass, Lemming und Seehund. Zu den in Mitteleuropa heimischen Arten wie Hirsch, Reh, Elch, Wildschwein, Schaf, Biber, Wolf und Dachs gesellten sich Antilope, Pferd, Esel und Stachelschwein. Es gab Grosstiere wie Mammut, Nashorn, Auerochse und Wisent/Bison, und Raubtiere wie Löwe, Panther, Luchs, Hyäne und Bär.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1111″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]Das Tier war dem eiszeitlichen Künstler die beliebteste Vorlage: die Tiere, die er immer wieder in freier Wildbahn sah. Höhlenkunst diente wohl der Jagdmagie, da sie in den hinteren, schwer zugänglichen und nicht bewohnten Bereichen von Höhlen stattfand, die in völliger Finsternis lagen. Das Abbilden des Wildes mag dem Jäger in gewisser Weise Macht über das Tier gegeben haben und somit ein Gefühl der Sicherheit. Die unterirdischen Kunststätten darf man wohl als Stammesheiligtümer ansehen.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Die Entdeckung der franko-kantabrischen Höhlenmalerei

Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Entdeckung und Erforschung einer Kunst, deren Schöpfer Jahrtausende vor der Kunst Ägyptens und des Nahen Ostens ihren Anfang nahm. Eine Kunst, die tausende Jahre in den Tiefen der Erde vergessen geschlummert hatte!

Wandkunst in den Höhlen des südwestlichen Frankreichs und nördlichen Spaniens wurde als am vielfältigsten und meisterhaftesten empfunden. Hauptfundort war das Tal der Dordogne und das Perigord in Südwestfrankreich sowie das Pyrenäengebiet mit dem nordspanischen Kantabrien, aber auch Höhlen in Andalusien: Die Altamira-Höhle wurde gar die „Sixtinische Kapelle der Eiszeit“ genannt.

1940 machte man die bedeutendste Entdeckung bei Montignac in der Dordogne:
Die Höhle Lascaux – auch als „Louvre der Eiszeit“ bezeichnet.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1079″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row content_placement=“top“][vc_column][vc_column_text]

Die Sprache der Farbe – Kunst als Gemeingut im Dienste der Gemeinschaft

„In den hinteren abgelegenen Teilen der Wohnhöhlen entdeckten wir im Schein der Lampen an den Wänden Tier- und Zeichenmalereien und Gravuren. Hier enthüllt sich die durch Jahrzehntausende verborgene herrliche und vielgestaltige Eiszeitkunst von Menschen, die auf Jagd, Fischerei und Sammeltätigkeiten angewiesen waren.“

Gravierungen mit Sticheln, Malereien mit Trockenstiften und flüssiger Farbpaste, Reliefs mit Pickeln aus dem Stein herausgearbeitet.

Die Dordogner Händebilder gelten als früheste fassbare Stufe der dortigen Höhlenmalerei, in Form von Handnegativen und Handsilhouetten. Die Hand wurde an die Wand gelegt und über sie Farbe geblasen. Später folgte das Fingermalen mit in Farbe getauchten Fingern. Die Sprache der Farbe war geboren! Einfache Tierumrisse in Rot und Schwarz entstehen, später bedeckt die Farbe Teile des Tierbildes – von der Umrisszeichnung zur flächigen Malerei. Auch werden Tiere mit gestreiften Körpern dargestellt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1078″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Selbständig und langsam vollzog sich eine Stilisierung und Vereinfachung, hin zu neuartigen Formelementen: Die Wiege der Ornamentik!

Mit dem Ende der Eiszeit und dem Abwandern und Aussterben der Großtiere durch den Klimawandel verkümmerte diese beeinruckende Kunst. Die gemeinschaftliche Grosstierjagd wich der Kleinwildjagd, dem Fischfang und Sammeln. Der Stammesverband zerfiel in kleine Gruppen.

Die Kunststätten selbst wurden vergessen, verschüttet und von der Natur versiegelt – für tausende von Jahren. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erschließen sie sich wieder unseren staunenden und bewunderten Blicken.

Quelle: Kunst der Eiszeit, von Hans-Georg Bandi und Johannes Maringer (1952)[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

In meinem Bildersaal

Seit Oktober 2020 befinden wir uns im zweiten Corona-Lockdown. Die Pandemie-Regelungen zwingen uns in eine Isolation, die Spuren hinterlässt. Mit dem Bilderzyklus „Die Entdeckung der Höhlenmalerei“ finde ich eine Projektionsfläche für meine Empfindungen in dieser besonderen Zeit.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1071″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]In meinen inneren Bildersaal kann ich mich zurückziehen. Dort ist mein Fluchtort, wo ich mich geschützt und geborgen fühle und zu meiner ursprünglichen Kraft zurückfinde.
Die dargestellten Krafttiere begleiten mich eine Zeit lang, bis eine Aufgabe gemeistert ist, geschützt oder geheilt.

Indem ich versuche mit Erdpigmenten und Öl die ursprüngliche Technik der Wand- und Deckenmalerei (auf Leinwand) nachzuempfinden, gehe ich in meiner Vorstellung weit zurück zu den Anfängen der Kunst, zu den steinzeitlichen Jägerkünstlern der letzten Eiszeit vor etwa  30.000 – 20.000 Jahren.[/vc_column_text][vc_single_image image=“884″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_column_text]Der Wal gilt als größtes und ältestes Säugetier ( bis zu 50 Millionen Jahre) und ist in allen Weltmeeren zuhause. Er führt in die Tiefen des Seins, auf direktem Weg zum alten Wissen, das in uns schlummert, zu neuer Weisheit und sagt uns damit: Entwicklung hat alle Zeit die sie braucht![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“1072″ img_size=“full“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Das Pferd bedeutet Lebenskraft, Freiheitsdrang und Reichtum. Es nimmt uns Lasten ab und trägt uns ein Stück weit– solange bis wir wieder bei Kräften sind. Es zeigt uns den Wert der Freiheit und Unabhängigkeit, ist aber wachsam, um rechtzeitig fliehen zu können. Es springt mit Leichtigkeit über Hindernisse  – selbst wenn diese genauso groß sind, wie es selbst.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1079″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Der Bison verheißt eine Zeit der Fülle und Reife, Mut und Kraft, aber auch Frieden und Liebe, die Fähigkeit verlässlich zu sein, pflichtbewusst zu handeln, aufrichtig zu leben und loyal zu bleiben, wenn die Umstände es erfordern. Er steht für den Schutz und die Verbindung mit der eigenen Familie, die uns im Alltag den Rücken stärkt.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1077″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Der Hirsch gehört zu den am längsten auf der Erde lebenden Tieren. Er gilt als edler König des Waldes und repräsentiert Respekt, Verantwortung und Weisheit. Er mahnt uns achtsam zu sein, die Dinge zu beobachten, um die wahre Botschaft zu empfangen, so dass wir angemessen reagieren können.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1078″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Das Zebra weist auf die Vereinigung von Gegensätzen und die Harmonisierung von Polaritäten hin. Statt die Dinge schwarz-weiß zu sehen, sollte man sie von zwei Seiten betrachten und kompromissbereit erkennen, dass es immer mehrere Gründe für etwas gibt. Es fordert uns auf, Fragen zu stellen, ins Unbekannte, Fremde einzudringen, um unsere geistige Freiheit zu erhalten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1080″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Der Elefant ist das größte und schwerste Landtier und gilt als Symbol für ein vitales und langes Leben. Er verbindet Mitgefühl, Feingefühl und Geduld. Ein ausgezeichnetes  Gedächtnis, Weisheit und Wissen sind ihm zugeteilt. Er kann sehr nachtragend sein, weil er nichts vergisst, was ihm angetan wurde.  Trotz seines friedliebendes Wesen ist er in der Lage, sich mit aller Macht zu verteidigen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1081″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Der Lachs gehört zu den fünf am längsten auf der Erde lebenden Tieren. Er verleiht die nötige Kraft, um wieder zurück zur eigenen und zur Quelle des Lebens zu finden: mit Mut gegen den Strom zu schwimmen! Er weiß um die Unzerstörbarkeit der Energie und fordert auf sich in Energiefelder einzufühlen und zu heilen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1083″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Als Seelenvogel und Friedensbote steht die Taube einerseits für Hoffnung, Schutz und Erlösung, andererseits für Freiheit, Liebe und Sanftmut.

Quelle: www.Schamanische-Krafttiere.de[/vc_column_text][vc_single_image image=“1112″ img_size=“large“ add_caption=“yes“][vc_column_text]Der Jaguar ist Hüter des alten Wissens bei den Indianerstämmen Mittelamerikas, den Mayas, Azteken und Tolteken. Er gibt sowohl Einblick in das Geheimnis von Leben und Tod, als auch einen Einblick in die eigenen Lebensgeheimnisse, und somit mehr Verständnis für die Dinge, die einem widerfahren sind und deren Gründe man bisher nie verstanden hat. Insofern steht der Jaguar auch für Klarheit, Wissen und Weisheit.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]


Menschliche Abbildungen gehörten so gut wie nicht zu den Darstellungen der eiszeitlichen Künstler, es sei denn in sehr verfremdeter Form als Mischwesen/Schamanen oder stilisierte Jäger.

Ich möchte mit meinen Menschen-Bilder diesen Höhlenkunst-Zyklus vervollständigen. Ich knüpfe damit an meine früheren Arbeiten zum Thema „Mensch“ aus dem Jahr 2005 an, die unter anderem alte Schöpfungsmythen aufgriffen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“1082″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_single_image image=“1073″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_single_image image=“1076″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_single_image image=“1075″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][vc_single_image image=“1074″ img_size=“large“ add_caption=“yes“ alignment=“center“][/vc_column][/vc_row]